Unser Berufsleben ist geprägt von einseitigen Arbeitsbelastungen und Bewegungsmangel. Reine Kopfarbeit gewinnt einen immer höheren Stellenwert in der Gesellschaft, so dass Bewegung und körperliche Aktivität immer mehr in den Hintergrund rücken. Aber auch Berufsgruppen, die körperlich arbeiten kämpfen mit einseitigen Arbeitsbelastungen.

Die Folgen dieser Einseitigkeit sind Rückenprobleme, Volkskrankheit Nummer eins. Langes Sitzen in einseitiger, passiver Haltung führt zu Verspannungen. Nacken- und Kreuzschmerzen lassen nicht lange auf sich warten. Schnelle Ermüdung, sinkende Konzentrationsfähigkeit, geringere Arbeitsleistung und eine erhöhte Fehlerquote sind weitere Symptome dieses Teufelskreises. Gerade das Sitzen sollte daher nicht monoton-statisch, sondern dynamisch-mobil gestaltet werden. Eine neue Generation von Bewegungsstühlen unterstützt Unternehmer und Mitarbeiter bei dieser Zielsetzung.

Bei BALIMO sorgt ein Kugelgelenk in der Sitzfläche für dreidimensionale Beweglichkeit. Die Sitzfläche folgt jeder noch so leichten Bewegung des Beckens. Alle Bereiche des Körpers werden auf diese Weise herausgefordert und die daraus entstehende natürliche Dynamik verbessert das Zusammenspiel der gesamten Rückenmuskulatur. Der Oberkörper richtet sich auf, Fehlhaltungen und Rückenprobleme werden spielerisch gemindert. Auf Arm- und Rückenlehnen wurde bewusst verzichtet, um das Gleichgewicht herauszufordern. Der Körper wird angeregt sich fortwährend auszubalancieren. So wird aktives Sitzen gefördert und körpergerechte und ausgewogene Bewegungen können in den Berufsalltag eingebunden werden.

Wirtschaftsfaktor Rückenleiden

Dem Barmer-Gesundheitsreport 2010 zufolge ging fast jeder vierte Fehltag deutscher Arbeitnehmer auf Rückenleiden zurück. Der Grund für diese hohe Quote liegt auch darin, dass jede Rückenerkrankung eine Fehlzeit von durchschnittlich 21,9 Tagen bedingt. Rückenschmerzen verursachen enorme volkswirtschaftliche Kosten. Sich um die Gesundheit am Arbeitsplatz zu kümmern, liegt deshalb auch im Sinne des Unternehmers. Kosteneinsparungen in diesem Bereich lassen sich durch präventive Maßnahmen wie den Einsatz des BALIMO erzielen.

 

„Ein wesentlicher Baustein des Gesundheitsmanagements bei NSG-Pilkington ist das Projekt „Pilkington Aktiv“. Neben der Arbeitsplatzanalyse und –beratung und einer arbeitsplatzbezogenen Rückenschule gehört auch eine Aktivpause zum Programm. Das heißt, nach entsprechender Schulung erhalten die Mitarbeiter täglich zehn Minuten lang die Möglichkeit, entlastende und die Beweglichkeit fördernde Übungen zu machen.
Im Rahmen weiterer Präventivmaßnahmen wird seit September 2008 der BALIMO im Bereich der Glaserzeugung im Werk Gladbeck eingesetzt. In der Glaserzeugung müssen die Arbeitsplätze 24 Stunden besetzt sein, da der Glasherstellungsprozess ständig überwacht werden muss. Bei den Arbeitsplätzen in den Steuerungswarten handelt es sich deshalb um eine überwiegend beobachtende und sitzende Tätigkeit. BALIMO bietet hier eine gute Möglichkeit, sich zwischendurch zu bewegen, die Muskulatur an der Wirbelsäule zu stärken und die Konzentrationsfähigkeit anzuregen.
Die Mitarbeiter wurden von der im Rahmen von „Pilkington Aktiv“ eingesetzten Physiotherapeutin in die Handhabung des Stuhls eingewiesen und mit individuellen Übungen vertraut gemacht. Seitdem nutzen 52% der geschulten Mitarbeiter BALIMO, um während der Arbeitszeit Übungen zu machen.
Wir wollen BALIMO weiterhin in Verbindung mit unserem Programm „Pilkington Aktiv“ nutzen, um die Gesundheit unserer Mitarbeiter weitest möglichst zu erhalten.”

 

„Zunächst muss man sich daran gewöhnen und aufpassen, dass man beim schnellen Griff zum Telefon hinter sich nicht vom BALIMO fällt. Aber insgesamt hilft BALIMO mir, auch nach einem langen Tag am Schreibtisch keine Rückenbeschwerden zu haben und beweglicher zu bleiben. Während ich ihn früher täglich nur ein paar Stunden nutzte, sitze ich mittlerweils fast nur noch auf dem BALIMO. Tolles Produkt!”

 

„Seit fast zwei Jahren steht der BALIMO-Balancestuhl jetzt in meinem Büro und ist eine willkommene Abwechslung. Die bewegliche Sitzfläche macht mein Becken wieder mobil und sorgt für Aufrichtung meiner Wirbelsäule. So habe ich trotz meines stressigen Arbeitsalltags die Zeit, meinem Körper ganz nebenbei etwas Gutes zu tun. Auch vor dem Reiten kann ich mich mit dem BALIMO effektiv vorbereiten und verhelfe so gleichzeitig meinem Pferd zu einem angenehmen Gefühl. Der BALIMO ist ein tolles Produkt, das ich gut weiterempfehlen kann.”

 

„Wir setzen den BALIMO in unserer Beratungsstelle für Computer und Kommunikationshilfen als ergonomische Sitzhilfe ein. Folgende Erfahrungen haben wir gemacht: Es gibt keinen vergleichbaren Sitz, der mit seiner Einpunktlagerung eine umfassende Mobilisation und Stimulation der statischen und dynamischen Funktionen der gesamten Körpermuskulatur und des Haltungs- und Bewegungsapparates unterstützt. Es ist möglich, das gesamte Bewegungsausmaß auszuschöpfen bei gleichzeitiger stabiler Sitzposition. Im Gegensatz zu diversen Kissen und Sitzbällen ist die Position klar unterstützt und kann selektiv angesteuert werden. So kann ich gezielt kleinste Bewegungsdifizite erfahren und trainieren und in den Bewegungsablauf integrieren, ohne die Sitzebene zu verlassen. Die Sitzposition auf dem Balimo ermöglicht eine selbstgesteuerte Haltungskorrektur selbst dort, wo dynamische Sitzhilfen noch Fehlhaltungen zulassen.

Konkret eingesetzt wurde der Balimo beim Aufarbeiten eines Streckdefizites nach Hüft-OP nach McMinn, wobei gezielt der M. pectineus angesprochen werden konnte und sich eine vollkommene Kompensation des Defizites einstellte. Bei den kognitiv therapeutischen Übungen nach Perfetti, die bei traumatischen Hemiplegien angewandt werden, ermöglicht der BALIMO ein graduell selektives Ansprechen von kontrollierten Bewegungssteuerungen, die mit keinem der bisherigen therapeutischen Hilfsmittel ( Sitzwippe, Brettwaage) möglich sind. Durch das Einbeziehen der Höhenverstellung sind vielfältige Haltungen möglich, selbst ein ganztägiges Sitzen während der Arbeit am PC wird nicht als anstrengend empfunden.

Der Stuhl wurde auch in der schulinternen AG Therapeutisches Reiten eingesetzt. Leider nicht im direkten Einsatz im Wechsel mit dem Pferd ( Reitplatz war witterungsbedingt nicht benutzbar) sondern in zwei Theoriestunden.Thema war die Bewegungsanpassung in den verschiedenen Gangarten. Den Schülern wurde sehr anschaulich und spürbar die Zusammenhänge von Pferdebewegung und eigenen Verspannungen und Asymmetrien bewusst. Eine super Ergänzung zum Reitunterricht! “